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Tuvalu Artikel---Sidenote START---
Tuvalu (früher Ellice Islands) ist eine konstitutionelle Monarchie und Mitglied des Commonwealth of Nations. Hauptstadt und Regierungssitz ist Vaiaku. Tuvalu ist in 9 Inseln gegliedert.
Tuvalu liegt in dem Südwesten des Pazifischen Ozeans, östlich von Papua-Neuguinea und nördlich von Neuseeland. Zu den umliegenden Inseln gehören die Salomonen, Nauru, Kiribati, Tokelau, Samoa, Wallis und Futuna, Fidschi und Vanuatu.
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Tuvalu hat 10.297 Einwohner, ethnisch zählen die Tuvaluer zu den Polynesieren, die etwa 94 Prozent der Bevölkerung bilden. Die 600 Einwohner auf der Insel Nui sind größtenteils von Gilbertesiern (Mikronesiern) abstammend.
36 Prozent der Bevölkerung sind bis 14 Jahre alt, von 15 bis 64 Jahre sind es 59%, über 64 sind lediglich 5 Prozent der Einwohner.
51,55 Prozent der Bevölkerung sind Frauen.
Die Wachstumsrate beträgt 1,45 %, wobei die Geburtenrate bei 23,31 pro 1 Tausend Einwohner und die Sterberate bei 8,84 pro 1 Tausend Einwohner liegt.
Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 2,7 %.
Die Lebenserwartung der Bevölkerung sind 63,61 Jahre (Männer: 62,44 Jahre, Frauen: 64,84 Jahre).
7 Prozent der Einwohner sind Analphabeten.
Alle demographischen Angaben sind auf dem Stand von 1997.
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Landessprachen sind Tuvaluisch und Englisch, die beide auf allen Inseln vertreten sind, sowie auf der Insel Nui das Kiribati (Gilbertesisch).
Das Tuvaluisch ist eine polynesische Sprache und hat von Insel zu Insel unterschiedliche Dialekte und keine einheitliche Schriftform. Das Englisch wurde durch die britische Kolonisierung auf die Inseln gebracht.
Tuvalu bedeutet auf Tuvaluisch acht zusammengehörend, in Bezug auf die acht Inseln, aus denen Tuvalu geografisch besteht.
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97 Prozent der Bevölkerung gehören der Christian Church of Tuvalu an, die seit 1968 unabhängig ist und sich ableitete von der englischen Kirche. Somit sind die Tuvaluer als Protestanten zu verstehen.
Daneben gibt es noch vereinzelte Naturreligionen.
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Aufgrund der Sprachenforschung geht man von einer Besiedlung vor etwa 2 Tausend Jahren aus, vor allem von den Inseln Tokelau und Samoa von den Polynesiern.
Der erste europäische Entdecker war Alvaro de Mendaña de Neyra aus Spanien. Er segelte 1567/68 westwärts über den Pazifik, sichtete die Insel Nui und nannte sie damals Islas del Jesus.
In der Folgezeit wurden die Inseln von Tuvalu eher zufällig entdeckt und nicht weiter von ihren Entdeckern beachtet.
1819 entdeckte der US-Amerikaner Arent de Peyster , Kapitän eines britischen Handelsschiffes die Insel Funafuti und nannte sie Ellice Island, nachdem Kaufmann und Besitzer der Fracht Edward Ellice . Später fand die Nennung Ellice Islands Gebrauch für die gesamte Inselkette.
In den weiteren Jahrzehnten kamen stets mehr Europäer nach Tuvalu, hauptsächlich wegen des Walfangs und des Sklavenhandels. In den 1860ern brachte man 400 Menschen von Tuvalu als Arbeiter nach Peru. Andere wurden auf Plantagen der umliegenden Inseln verschleppt. Viele Einwohner starben auch an mitgebrachten Krankheiten.
1861 beginnt die Christianisierung mit dem ersten Missionar auf den Inseln.
Den ersten Handel mit den Einwohnern betrieb die deutsche Firma Godeffroy & Sohn aus Hamburg.
1877 kam Tuvalu unter dem damaligen Namen Ellice Islands unter britische Verwaltung und wurde 1892 Teil des britischen Protektorats Gilbert and Ellice Islands. 1915 wurden die Inseln offiziell eine Kolonie des britischen Empires.
Im Zweiten Weltkrieg eroberten die Japaner den Pazifik bis nach Kiribati, auf Tuvalu landeten allerdings die US-Amerikaner zuerst. Sie errichteten Flugfelder und Abwehrbunker auf den Inseln Funafuti, Nukufetau und Nanumea. Alle drei Inseln wurden von den Japanern bombardiert, allerdings ohne großen Schaden. Nach Kriegsende bildeten die Briten mit Tuvalu und den von den Japanern eroberten Inseln Kiribatis erneut die Kolonie Gilbert and Ellice Islands.
In den 1950ern wurde Niulakita zu Tuvalu eingegliedert.
1974 planten die Briten die Entlassung der Kolonie in die Unabhängigkeit mit der Installierung einer eigenen Regierung. Doch bald darauf drängten die Tuvaluer auf eine eigene Unabhängigkeit um nicht unter kiribatischer Verwaltung zu landen. Die Briten veranlassten einen Volksentscheid, wobei 92 Prozent der Tuvaluer dafür stimmten, dass die Tuvalu Inseln einen eigenen Staat bilden sollen.
Am 1. Oktober 1978 wurde Tuvalu ein souveräner Staat mit einer konstitutionellen Monarchie und gleichzeitig Mitglied des Commonwealth.
2 Tausend trat Tuvalu den Vereinten Nationen bei.
Staatsoberhäupter
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Tuvalu ist eine konstitutionelle Monarchie. An der Spitze steht die Königin Elisabeth II. vom Vereinigten Königreich. Ein Generalgouverneur vertritt auf den Inseln die Monarchin. Dieser hat allerdings ca. repräsentative Aufgaben, ähnlich dem Bundespräsident in Deutschland.
Der Regierungschef ist der Premierminister, der die Richtlinien der Politik vorgibt. Der Premierminister wird vom Einkammerparlament gewählt, dieser erbezeichnet dann höchstens fünf Parlamentarier zu seinen Ministern, aus denen das Kabinett besteht.
Das Parlament, auf Tuvaluisch Fale i Fono, hat 15 Plätze, sieben Inseln stellen jeweils zwei Mitglieder, Nukulaelae ein Mitglied. Das Parlament wird direkt vom Volk gewählt, jeder über 18 ist wahlberechtigt, Wahlen finden alle vier Jahre statt.
Politische Parteien existieren in Tuvalu nicht.
Tuvalu bestand ursprünglich aus acht Inseln, die wörtliche Übersetzung des Ländernamen heißt "acht zusammengehörend". In den 1950ern kam Niulakita zu dem Inselverband hinzu, sodass der Name "Tuvalu" nicht mehr stimmig ist. Daher gab es des öfteren die Diskussion, das Land umzubebezeichnen in "Tuiva", wobei "iva" für neun steht.
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AsDB , Commonwealth of Nations, Vereinte Nationen, ESCAP, ITU, Sparteca, SPC , UNESCO, UPU, WHO, WTO
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Die meisten Menschen auf Tuvalu leben von der Landwirtschaft und der Fischerei. Haupterträge der Ernten sind Kokosnüsse, Wasserbrotwurzel und Bananen.
Zusätzlich sind 1 Tausend Tuvaluer in den Phosphatminen auf Nauru beschäftigt. Viele werden auch als Seeleute angeheuert. Auf Funafuti gibt es eigens eine Schule zur Ausbildung von Seeleuten.
Hauptexportgüter sind Kopra und Briefmarken. Tuvalu importiert vor allem von Australien und Fidschi Nahrung, Ölprodukte, Baustoffe und Industriegüter.
Internationale Bekanntheit erreichte Tuvalu durch einen glücklichen Zufall: Das durch die ISO zugewiesene Länderkennzeichen, und damit auch Top Level Domain von Tuvalu ist "tv". Der Verkauf der Rechte an dieser TLD an DotTV brachte dem Inselstaat, neben globaler Schlagzeilen, auch dringend benötigte 50 Millionen US-Dollar ein sowie weitere 5 Millionen jedes weitere Jahr.[1] (http://www.heise.de/newsticker/data/chr-04.09.00-004/).
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Tuvalu ist eine Inselkette, bestehend aus 9 Inseln:
- Nanumea
- Niutao
- Nanumaga
- Nui
- Vaitupu
- Nukufetau
- Funafuti
- Nukulaelae
- Niulakita
Geographisch gesehen gehört Niulakita nicht zu Tuvalu.
Die Inseln Funafuti, Nukufetau, Nukulaelae, Nui und Nanumea sind Atolle, ringförmige Korallenriffe, die eine Lagune umschließen. Auf Nanumea gibt es sogar einen Süßwasserteich, was für Atolle extrem selten ist. Die anderen vier Inseln sind Erhebungen aus dem Meer. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Kokospalmen.
Auf allen Inseln herrscht tropisches, heißes Klima, mit einer Durchschnittstemperatur von 30 Grad Celsius. Die Regenfälle sind heftig und setzen meist zwischen November und Februar ein. Gelegentlich fegen Taifune über die Inseln, zuletzt 1990.
Da die Inseln ca. 4 Meter über dem Meeresspiegel liegen, ist damit zu rechnen, dass sie auf Grund der globalen Erwärmung überschwemmt werden. Die Regierung versuchte bereits vorsorglich für ihre Bevölkerung in Neuseeland und Australien Asyl zu beantragen, was für alle Einwohner Tuvalus von beiden Staaten abgelehnt wurde. Neuseeland hat sich allerdings bereit erklärt, jährlich 75 tuvalunische Emigranten aufzunehmen.
Auch durch Erosion der Strände versinken die insgesamt 9 Inseln Tuvalus nach und nach in dem Meer. Schon jetzt hatten die Menschen dort stets häufiger mit Überschwemmungen zu kämpfen. Zusätzlich wurde die Gewinnung von Trinkwasser und die Produktion von Lebensmitteln durch die Versalzung aufgrund des Meerwassers stets schwieriger.
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Kommunikation und Infrastruktur | |
Es gibt einen Radiosender Radio Tuvalu und eine Zeitung Tuvalu Echoes, die von der Regierung herausgegeben wird.
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